Zwangsarbeiterlager in Niederschöneweide

Millionen von Menschen wurden während des 2. Weltkrieges zur Zwangsarbeit nach Deutschland verschleppt - allein in Berlin waren es über 500.000, darunter viele Frauen. Viele kamen durch unmenschliche Arbeit ums Leben. Die Überlebenden wurden nach der Rückkehr in ihre Heimatländer diskriminiert, im Westen als Opfer ignoriert und leben heute zumeist in großer Armut.

Ein Zentrum der deutschen Rüstungsindustrie war in Berlin-Niederschöneweide, wo heute ein komplett erhaltenes Zwangsarbeiterlager, eines von ehemals 700, mittlerweile unter Denkmalschutz steht. Ca. 20.000 Zwangsarbeiter - hauptsächlich Ostarbeiter - waren hier untergebracht.

Mit einer Wanderausstellung Das vergessene Lager streitet die Berliner Geschichtswerkstatt seit 1994 für den Erhalt des Lagers und seine Nutzung als Museum und Dokumentationszentrum.

Endlich, im Jahr 2006 ist es geschafft: der Berliner Senat hat das Gebäude zur Bildungsstätte umgewidmet.