von Ralf
Tempelhofer Parkfriedhof aus dem Jahr 1900 wurde 1997 für Neugräber geschlossen, bleibt aber bis 2027 als Bestandteil eines Grünsystems und wertvolles Biotop geöffnet. Die 138.237 m2 umfassende Friedhofsfläche wird bis zu diesem Zeitpunkt gepflegt.
20.05.1917 - 17.08.1957
Feuerwerker der Berliner Schutzpolizei (beim Bombenentschärfen
durch Explosion getötet).
17.09.1913 - 01.07.1941
Kapelle erlernte zwischen 1928 und 1932 das Handwerk des Buchdruckers und war dann
bis 1934 arbeitslos. Seit 1931 gehörte er dem Arbeitersportverein Fichte an.
Im selben Jahr trat er dem Kommunistischen Jugendverband Deutschlands bei, in dem er
ab 1933 auch illegal in Neukölln gegen die Nationalsozialisten kämpfte.
Er gründete eine illegale Jugendgruppe, zu der auch Erich Ziegler gehörte.
Er war aktiv bei der Herstellung und Verbreitung von verbotenem Informationsmaterial
beteiligt.
Im Frühjahr 1934 wurde Kapelle zum ersten Mal verhaftet und am 20. September 1934 zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Nach der Haftentlassung setzte er den Widerstandskampf z. B. mit der Herstellung und Verbreitung illegaler Flugschriften, in denen auf die drohende Kriegsgefahr aufmerksam gemacht wurde, im Südosten Berlins fort. Die Gestapo suchte fieberhaft und verhaftete am 16. Oktober 1939 Kapelle und fünf weitere Widerstandskämpfer. Am 21. Februar 1941 verhängte ein Gericht über ihn das Todesurteil, das am 1. Juli 1941 im Strafgefängnis Plötzensee vollstreckt wurde.
Das Heinz Kapelle Grab ist kein Ehrengrab! Und das, obwohl er in Berlin mehrfach geehrt wurde: Seit 1951 heißt das ehemalige Friedrich-Karl-Ufer in Berlin-Mitte (die Uferstraße zwischen Alexanderufer und Schiffbauerdamm) zu seinen Ehren Kapelle-Ufer. Es gibt auch noch eine Heinz-Kapelle-Straße in Berlin (Prenzlauer Berg). Am Wohnhaus Weserstraße 168 in Berlin-Neukölln wurde am 17. September 1993 eine Berliner Gedenktafel zur Erinnerung an Heinz Kapelle eingeweiht.