"Blindes Vertrauen" Ausstellung über Otto Weidt

Am Hackeschen Markt befand sich die Blindenwerkstatt von Otto Weidt. Er beschäftigte hier und andernorts vornehmlich jüdische Blinde und Taubstumme, stattete sie mit falschen Papieren aus und versuchte, schon in Auschwitz inhaftierte Mitarbeiter wieder frei zu bekommen. Im Laufe der Fabrik-Aktion 1943 (siehe Frauenprotest in der Rosenstraße) wurden sie später dennoch deportiert. Immerhin gelang es ihm, eine ganze jüdische Familie für weitere 9 Monate versteckt zu halten, bevor sie ebenfalls nach Auschwitz verschleppt wurde.

Otto Weidt gilt in Israel heute als Gerechter unter den Völkern.

Zu den Beschützten und Geretteten gehörte auch die Schriftstellerin Inge Deutschkron (Literatur: Ich trug den gelben Stern).

Das Museum Blindes Vertrauen wird vom Akademischen Blindenverein unterstützt. Studenten der Fachhochschule für Gestaltung machen die Ausstellung und organisieren den Verein Blindes Vertrauen. Das Museum wird als Dependance des Jüdischen Museums Berlin geführt und unterstützt. Es besteht ein Förderverein, in dem auch ein Mitglied des MCFA tätig ist.